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Der Vergleich, die zugehörigen Informationen und die Leistungen der nachfolgend aufgeführten Anbieter mit einer deutschen Erlaubnis nach dem GlüStV 2021 erfolgen unter Beachtung der Grundsätze der Mäßigung, der Irreführungsfreiheit und der Transparenz. Alle hier aufgeführten Angebote unterliegen den jeweiligen Geschäftsbedingungen des betreffenden Anbieters. In den meisten Fällen sind Angebote, Aktionen und Boni ausschließlich Neukunden vorbehalten. Alle Bonusangebote nennen den höchstmöglichen Betrag; die tatsächliche Bonushöhe richtet sich nach der Höhe der Einzahlung. Die vollständigen Geschäftsbedingungen entnehmen Sie bitte der Website des jeweiligen Anbieters. Der Zugang zu den Websites der Anbieter ist erst ab 18 Jahren gestattet. Glücksspiel kann süchtig machen. Informationen und Hilfe unter www.buwei.de.

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Star Wars Wetten – Sonderwetten abseits des Sports erklärt

Autor Georg Reindl Aktualisiert am

Im Dezember wird Star Wars: Das Erwachen der Macht in die Kinos kommen. Fans und Enthusiasten spekulieren schon seit dem Bekanntwerden der Fortsetzung den Film.

Damals legten mehrere Buchmacher Wettmärkte rund um den Film auf. Wetten auf Filme, Preisverleihungen und ähnliche Ereignisse zählen in Deutschland nicht zu den erlaubten Sportwetten; die damalige Auflistung der einzelnen Märkte steht hier deshalb nicht mehr. Wie solche Sonderwettenmärkte entstehen, beschreibt der folgende Abschnitt.

Warum Buchmacher auf Filme wetten lassen

Ein Kinostart erfüllt die beiden Bedingungen, die ein Wettmarkt braucht: ein festes Datum und ein überprüfbares Ergebnis. Ob eine Figur auftaucht, ob eine Einspielsumme überschritten wird, ob ein bestimmter Satz fällt, lässt sich nach der Premiere eindeutig feststellen. Solche Märkte laufen unter dem Sammelbegriff Sonderwetten und stehen neben Politik, Musikpreisen und Fernsehformaten. Ihr Anteil am Umsatz ist klein; ihr Anteil an der Aufmerksamkeit ist groß, und darum geht es.

Für Wettende bedeutet das vor allem eines: Die Preise sind deutlich schlechter kalkuliert als in einem Sportmarkt, in beide Richtungen. Es gibt keine Datenbasis, an der sich ein Buchmacher orientieren könnte.

Das Problem der Insiderinformation

Bei einem Fußballspiel kennt niemand das Ergebnis vorher. Bei einem Film kennen es Hunderte: Produktion, Schnitt, Marketing, Testpublikum.

Deshalb sind Filmmärkte in aller Regel klein limitiert. Ein Anbieter nimmt vielleicht zwanzig oder fünfzig Euro an und schließt den Markt, sobald ungewöhnlich viel Geld auf einen Ausgang läuft, weil genau das ein Signal für durchgesickerte Information ist. Dieselbe Vorsicht gilt bei Preisverleihungen, deren Ergebnis vor der Bekanntgabe feststeht. Wo Wissen ungleich verteilt ist, schützt sich der Buchmacher über das Limit, nicht über die Quote.

Wie sich die Marge in solchen Märkten erkennen lässt

Über dieselbe Rechnung wie überall: Für jeden angebotenen Ausgang den Kehrwert der Quote bilden und addieren. Bei einem Bundesligaspiel landet man typischerweise bei 1,03 bis 1,07.

Bei einer Sonderwette mit vielen Ausgängen liegt derselbe Wert nicht selten bei 1,20 oder darüber. Das heißt, dass rechnerisch zwanzig Prozent der Einsätze beim Anbieter bleiben, bevor überhaupt jemand richtig oder falsch getippt hat. Ausführlich steht die Rechnung unter Berechnen der Wettquoten, und was daraus für den Vergleich zweier Anbieter folgt, unter Quotenvergleich.

Was von diesen Märkten bleibt

Als Wettgelegenheit wenig, als Anschauungsmaterial einiges. Die zwölf Märkte in der Grafik oben zeigen, worauf sich ein Preis überhaupt stellen lässt, sobald ein Ereignis nur eindeutig genug definiert ist. Sie zeigen zugleich die Grenze. Sobald ein Markt ohne Datenbasis auskommen muss, wird die Quote zur Meinung des Buchmachers zuzüglich eines Aufschlags, und eine Meinung lässt sich nicht mit einer Analyse schlagen.

Weitere Beiträge dieser Art stehen im Wettbüro Blog und unter Sportwetten News.

Ein Hinweis zu den Quoten in der Grafik

Sie stammen aus dem Herbst 2015, sind längst abgerechnet und gelten nicht mehr. Auch die Anbieterlandschaft hat sich seither grundlegend geändert: Seit dem 1. Juli 2021 darf in Deutschland nur Wetten annehmen, wer eine deutsche Erlaubnis besitzt; geführt wird das Verzeichnis dieser Anbieter seit 2023 von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Sonderwetten auf Filme und Fernsehformate sind unter dieser Erlaubnis weiterhin zulässig, sofern der Anbieter sie führt. Welche Buchmacher geprüft sind, steht unter Erfahrungsberichte.

Der Unterschied zu einer Sportwette

Bei einem Spiel entsteht das Ergebnis erst während des Ereignisses. Bei einem fertigen Film steht es vorher fest, und die Wette ist dann keine Prognose, sondern ein Ratespiel gegen jemanden, der womöglich mehr weiß. Buchmacher gehen damit unterschiedlich um. Manche bieten solche Märkte gar nicht an, andere nur mit sehr niedrigen Limits, wieder andere schließen sie, sobald die ersten Vorführungen laufen.

Für die Einordnung heißt das: Eine attraktive Quote in einem solchen Markt ist kein Fund. Sie ist der Preis für ein Risiko, das der Anbieter selbst nicht gut einschätzen kann.

Wettsteuer gilt auch hier

Auf den Einsatz fallen 5,3 Prozent nach § 17 des Rennwett- und Lotteriegesetzes an, gleichgültig ob auf ein Bundesligaspiel oder auf einen Kinostart gewettet wird. Ob der Anbieter sie trägt oder weitergibt, unterscheidet sich. Bei hohen Quoten fällt das kaum ins Gewicht, bei niedrigen deutlich. Die Varianten stehen unter Sportwetten ohne Wettsteuer.

Woran sich ein sauber gestellter Markt erkennen lässt

An der Regel, die festlegt, wie der Ausgang bestimmt wird. Bei einer Einspielsumme muss stehen, welche Quelle zählt und zu welchem Stichtag; bei einer Frage zum Inhalt, wer entscheidet und wann. Fehlt diese Angabe, ist der Markt nicht bewertbar, weil der Anbieter im Streitfall selbst festlegt, was zutrifft. Das ist bei Sportwetten selten ein Thema und bei Sonderwetten der häufigste Grund für Auseinandersetzungen.

Wo diese Regeln stehen und was sie sonst noch abdecken, steht unter Wettbüro Details.

Sonderwetten und der Spielerschutz

Ein Markt, der niedrigschwellig wirkt, ist deshalb nicht harmlos. Wetten auf Filme, Fernsehformate oder Preisverleihungen erreichen Leute, die eine Sportwette nie in Erwägung ziehen würden, und sie laufen über dieselben Konten und dieselben Einzahlungen. Die Schutzinstrumente greifen deshalb genauso: das anbieterübergreifende Einzahlungslimit, Auszeiten und die Selbstsperre über OASIS. Sie hängen am Konto und nicht daran, worauf gewettet wird.

Wer merkt, dass die Einsätze steigen, ohne dass er es entschieden hätte, findet unter bioeg.de kostenlose und anonyme Beratung.

Was die Grafik oben zeigt

Zwölf Märkte rund um einen Kinostart, so wie sie im Herbst 2015 angeboten wurden: Fragen zu Figuren, zum Verlauf der Handlung und zum kommerziellen Erfolg des Films. Jede davon war eindeutig genug definiert, um abgerechnet werden zu können.

Sie ist als Anschauungsmaterial gedacht und nicht als Angebot. Die Märkte sind abgerechnet, die Quoten gelten nicht mehr, und die Grafik trägt ihr Datum aus genau diesem Grund sichtbar.