Der Stanley Cup ist die wichtigste Eishockey Trophäe der Welt und wird jedes Jahr dem Play-Off Gewinner der National Hockey League verliehen. Durch die Internationalisierung des nordamerikanischen Eishockeysports gibt es natürlich auch eine Vielzahl von Spielern aus anderen Kontinenten, die bereits den Stanley Cup gewinnen konnten. Aus Deutschland hatten bisher zwei Spieler die Ehre, den Pokal in die Höhe zu stemmen. Tom Kühnackl steht mit den Pittsburgh Penguins nun im Finale der Playoffs gegen die San Jose Sharks und könnte der dritte im Bunde werden.
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Europäische Gewinner des Stanley Cups

Stanley CupSeit der NHL-Saison 1979/80 gibt es auch europäische Vertreter unter den Stanley Cup Gewinnern. Da in den Ringen des Pokals auch die Namen der Spieler eingraviert werden, ist dies von besonderer Bedeutung für die Teilnehmer. Als erstes waren es Anders Kallur und Stefan Persson, die 1980 und 1981 mit den New York Islanders den Pokal gewinnen konnten. Als letztes waren das Michael Frolík, Michal Handzuš, Niklas Hjalmarsson, Marián Hossa, Marcus Krüger, Johnny Oduya, Michal Rozsíval und Viktor Stålberg von den Chicago Blackhawks. Schweden nimmt in der Nationenwertung eine besondere Stellung ein:

  • Schweden: 31 Gewinner
  • Tschechien: 25 Gewinner
  • Russland: 24 Gewinner
  • Finnland: 9 Gewinner
  • Slowakei: 8 Gewinner

Die meisten Stanley-Cup Siege gingen an die beiden Finnen Jari Kurri und Esa Tikkanen. Aus Deutschland kamen erst zwei Gewinner:

  • Dennis Seidenberg (2011 mit den Boston Ruins)
  • Uwe Krupp (1996 mit den Colorado Avalanche)

Uwe Krupp

Der 1965 in Köln geborene Uwe Krupp war als Spieler zunächst beim Kölner SC, wechselte 1986 dann aber in die NHL. Hier durchlief er mehrere Stationen:

  • Buffalo Sabres (1986-1991)
  • New York Islanders (1991-1994)
  • Québec Nordiques (1994-1995)
  • Colorado Avalanche (1995-1998)
  • Detroit Red Wings (1998-1999)
  • Detroit Red Wings, Atlanta Thrashers (2002)

Nach dem Ende seiner aktiven Karriere als Spieler wurde er Trainer, zunächst zwischen 2005 und 2011 für die deutsche Nationalmannschaft. Von 2011 bis 2014 trainierte er die Kölner Haie und seit 2014 die Eisbären Berlin. Er kann auf zahlreiche Titel, sowohl als Trainer als auch als Spieler zurückblicken:

  • Deutscher Meister: 1984, 1986
  • Calder Cup: 1987
  • Stanley Cup: 1996
  • Aufstieg mit der deutschen Nationalmannschaft bei der B-Weltmeisterschaft 2006
  • Halbfinale mit der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2010
  • Trainer des Jahres in Nordrhein-Westfalen 2011
  • DEL Trainer des Jahres 2013

Dennis Seidenberg

Dennis Seidenberg wurde 1981 in Villingen-Schwenningen geboren. Er spielt auf der Position des Rechten Verteidigers und spielt seit 2010 für die Boston Bruins, mit denen er in der Saison 2010/11 den Stanley Cup gewinnen konnte. Er begann seine Karriere 1999 bei den Adler Mannheims und wechselte 2002 in die NHL zu den Philadelphia Flyers, bei denen er bis 2006 spielte. Über die Phoenix Coyotes, die Carolina Hurricanes und die Florida Panthers kam er schließlich zu den Boston Bruins. In der Nationalmannschaft war Seidenberg das letzte Mal bei der Olympiade 2010 aktiv.

Tom Kühnhackl

Der gebürtige Landshuter und Sohn des ehemaligen deutschen Eishockeyspielers und Mitglieds der IIHF Hall of Fame, Erich Kühnhackl, begann seine Profikarriere bereits mit 16 Jahren in der DEL2. Er spielte ab 2007 für EV Landshut und wechselte 2010 in die Vereinigten Staaten. Seit diesem Jahr ist er in der NHL bei den Pittsburgh Penguins unter Vertrag. Für Deutschland spielte er als Junior in verschiedenen Nationalmannschaften:

  • World U17 Hockey Challenge 2008
  • World U17 Hockey Challenge 2009
  • U18 Junioren Weltmeisterschaft 2009
  • U18 Junioren Weltmeisterschaft 2010
  • U20 Junioren Weltmeisterschaft 2011

Das Stanley Cup Finale 2016

Es war ein Traumstart für Tom Kühnhackls in Finale um den begehrten Pokal. Der Landshuter konnte mit seinem Team das erste Spielt gegen die San Jose Sharks gewinnen. Der dreimalige NHL-Meister mit dem Superstar Sidney Crosby konnte sich gegen die Kalifornier mit 3:2 (2:0, 0:2, 1:0) durchsetzen. Somit sind noch drei Siege bis zum Titelgewinn notwendig. Beim zweiten Spiel, am Donnerstag um 2:00 Uhr, hat Pittsburgh wieder Heimrecht. Die beiden Tore im ersten Drittel konnten Bryan Rust (13.) sowie Conor Sheary nach einer tollen Vorlage von Crosby (14.) erzielen. Doch Tomas Hertl (24.) und Patrick Marleau (39.) konnten den Ausgleich erzielen. Kurz vor Schluss konnte Nick Bonino schließlich in der 58. Minute den Siegtreffer erzielen. Erst am 9. Januar hatte Kühnhackl sein Debüt in der NHL gegeben und war im Spiel in der vierten Sturmreihe vor allem defensiv sehr gefordert. Insgesamt stand er 8:56 Minuten auf dem Eis und konnte drei Schüsse abblocken. Die Sharks, zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte im Finale, wurden im ersten Drittel von den angriffslustigen Hausherren ziemlich überrollt. Der Champion der Western Conference fand kein Mittel gegen das Powerplay der Penguins und musste bei dem Doppelpack im ersten Drittel quasi hilflos zusehen. Der überragende Mann bei San Jose war Torhüter Martin Jones, der einen höheren Rückstand zu verhindern wusste. Mit dem Treffer von Hertl nahm das Spiel dann einen anderen Verlauf. Die Gäste wurden defensiv stärker und konnten das Tempo in der Offensive erhöhen. Das Schlusstor von Bonino fiel regelrecht aus heiterem Himmel.

Kühnhackl setzt sich bei den Penguins durch

Dass Kühnhackl „nur“ in der vierten Reihe zum Einsatz kommt, hört sich im ersten Moment nicht sonderlich sensationell an. Doch sollte dabei bedacht werden, dass die Penguins mit Jewgeni Malkin, Phil Kessel, Patric Hörnquist und dem Kanadier Chris Kunitz eine ganze Reihe an internationalen Stars in der Offensive aufbieten können. Immerhin konnte Kühnhackl in 60 Spielen für den Stanley Cupe Sieger von 2009 bereits 20 Scorerpunkte sammeln und in den Play Offs gingen zwei Treffer auf sein Konto.

„Ich habe täglich alles gegeben, mir mein Hinterteil aufgerissen und bin dafür belohnt worden.“

Foto: shutterstock/Bildnummer:389967049-Urheberrecht: Adwo

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