Als Steffi Jones im September 2016 die Nachfolge als Bundestrainerin der Frauen-Fußball-Nationalmannschaft für Silvia Neid antrat, lagen große Hoffnungen auf ihr. Die Aufgabe von Steffi Jones war es, die deutschen Fußball-Frauen auf die Europameisterschaft im Frauenfußball vorzubereiten, die gegenwärtig noch in den Niederlanden läuft. Steffi Jones musste mit ihren Mädels Qualifikations- und Freundschaftsspiele absolvieren, was sie souverän meisterte. Steffi Jones wurde von ihren Spielerinnen, aber auch von anderen Kreisen gelobt. Die Europameisterschaft begann für die deutschen Mädels gut, sie haben die Gruppenphase gut hinter sich gebracht und sich für den Einzug ins Viertelfinale qualifiziert. Das Viertelfinale stand unter keinem guten Stern.
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Deutschland bei der Europameisterschaft in den Niederlanden

Das Viertelfinalspiel gegen Dänemark, das ursprünglich am 29. Juli stattfinden sollte, musste aufgrund des Starkregens und des stark beschädigten Rasens abgesagt werden. Schließlich wurde das Spiel am 30. Juli um 12:00 Uhr angepfiffen. Deutschlands Fußballfrauen scheiterten und mussten zum ersten Mal in ihrer Geschichte bereits im Viertelfinale bei einer Europameisterschaft ausscheiden. Bedeutet das nun für Steffi Jones das Aus als Bundestrainerin? Als Titelverteidiger fuhren die deutschen Fußballmädels zur Europameisterschaft in die Niederlande, es bestand zuerst kaum ein Zweifel daran, dass sie auch diesmal den Titel holen. Schließlich können sie bereits auf sechs Titel als Europameister stolz sein. Die Gruppenphase verlief für Deutschland gut:

  • 17. Juli 2017 Deutschland – Schweden 0:0
  • 21. Juli 2017 Deutschland – Italien 2:1
  • 25. Juli 2017 Russland – Deutschland 0:2

Mit vier Toren in der Gruppenphase landete Deutschland mit sieben Punkten auf dem ersten Platz in der Gruppe B, der Einzug ins Viertelfinale war sicher. Am 29. Juli sollte Deutschland am Abend gegen Dänemark spielen, das mit sechs Punkten auf dem zweiten Platz in der Gruppe A landete. In der Gruppenphase hat Dänemark 1:0 gegen Belgien und 1:0 gegen Norwegen gewonnen, während es 0:1 gegen Gastgeber Niederlande verlor. Gute Voraussetzungen also für die deutschen Frauen beim Viertelfinale – doch haben sie zu viele Chancen nicht genutzt. Kaum jemand hätte gedacht, dass Dänemark das Viertelfinale für sich entscheiden würde.

Chancen nicht genutzt und taktische Fehler beim Viertelfinale

Der Anpfiff für das Viertelfinale am 29. Juli Deutschland – Dänemark wurde mehrfach verschoben, bis das Spiel schließlich aufgrund des Starkregens und der damit verbundenen schlechten Rasenverhältnisse im Stadion in Rotterdam um 21:45 Uhr abgesagt wurde. Trotz vieler Bemühungen, den Rasen bespielbar zu machen, konnte das Spiel nicht wie geplant stattfinden. Haben die deutschen Frauen deshalb etwa die Nerven verloren? Das Viertelfinale wurde dann schließlich am 30. Juli um 12:00 Uhr angepfiffen, es war eine Enttäuschung. Dabei begann das Viertelfinale am Sonntag so vielversprechend, als Isabel Kerschowski in der dritten Minute die Kugel in den Kasten beförderte. Das war aber auch schon alles, denn die Leistung der deutschen Frauen wurde zur Pause hin immer schlechter. Ihre Führung konnten die Mädels von Steffi Jones nicht weiter ausbauen. Es sah teilweise fast so aus als würden die deutschen Frauen das Spiel verweigern. Die Däninnen wurden immer motivierter und ließen kaum eine Chance für Deutschland. Nach der Pause schafften sie mit dem Tor von Larsen, das durch einen Kopfball der Deutschen Nadja Nadim vorbereitet wurde, den Ausgleich in der 49. Minute. Es gelang den Deutschen nicht, das Ruder herumzureißen; auch Anja Mittag und Dzsenifer Maroszan, die zu den besten deutschen Spielerinnen gehören, konnten nichts ändern. Torhüterin Almuth Schult gab ihr Bestes, sie versammelte das deutsche Team um sich und machte eine klare Ansage. Das zweite Tor der Däninnen, geschossen von Thogersen in der 83. Minute, konnte Almuth Schult jedoch nicht verhindern. Schließlich gaben die vier Minuten Nachspielzeit noch Grund zur Hoffnung, doch die Luft war beim Team von Steffi Jones raus, die Deutschen gingen als Verliererinnen vom Platz, die Enttäuschung war groß. Die Däninnen zeigten eine gute Performance und haben sich den Sieg wirklich verdient. steffi_jones

Das Team steht hinter Steffi Jones

Enttäuschung, Wut und Verzweiflung statt Jubel und Freude beim Team von Steffi Jones. Die Frage stellt sich nun, ob Steffi Jones als Bundestrainerin ihren Hut nehmen muss. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte musste die deutsche Frauen-Nationalmannschaft bereits im Viertelfinale einer Europameisterschaft ausscheiden. Die Kritiker hielten sich bezüglich der Leistung von Steffi Jones nicht lange zurück:

  • falsche Aufstellung
  • Einwechselungen nicht sinnvoll vorgenommen
  • falsche Taktik

Steffi Jones sprach von einer bitteren Lehrstunde für sie und ihr Team, sie sprach auch davon, dass sie als Trainerin bleiben will. Dzsenifer Maroszan äußerte sich besonders bezüglich der Art und Weise, wie das deutsche Team verloren hat, verletzt. Es mangelte an der richtigen Einstellung. Dzsenifer Maroszan zeigte auch Mitleid gegenüber der Bundestrainerin, schließlich hatte sie sich eine derart schmerzliche Niederlage nicht verdient. Das Team steht voll hinter Steffi Jones. Als Steffi Jones im September 2016 den Trainerstuhl von Silvia Neid übernahm, hatte sie noch überhaupt keine Erfahrungen als Trainerin. Noch nie zuvor hatte sie ein Vereins- oder Nachwuchsteam trainiert. Auch als Assistentin von Silvia Neid hatte sie nicht viel Zeit, um Erfahrungen zu sammeln. Die Niederlage beim Spiel gegen Dänemark ist nun für Kritiker eine Bestätigung: Steffi Jones ist gescheitert.

Wie geht es weiter für Steffi Jones?

Der DFB und das Präsidium haben viele Fragen an Steffi Jones, sie werden fragen, warum das deutsche Team gescheitert ist. Steffi Jones will Rede und Antwort stehen und hat Verständnis dafür. Bei der EM-Analyse wird Steffi Jones nicht ohne Selbstkritik auskommen. Sie hat zu Beginn ihrer Tätigkeit als Trainerin einiges verändert, sie förderte die Mitbestimmung der Spielerinnen und stellte das System um, aus einigen Kreisen wurde sie dafür gelobt. Immerhin waren das einige gute Ansätze, die Ergebnisse der Qualifikationsspiele gaben Steffi Jones Recht. Im entscheidenden Spiel ist sie nun gescheitert – der Traum vom Einzug ins Halbfinale und vom Titel zerplatzte wie eine Seifenblase. Steffi Jones wird nun einige unbequeme Entscheidungen treffen müssen, sie muss ihren Kader verändern. Dabei müssen nicht unbedingt Spielerinnen gehen, doch muss sie bei der Aufstellung der Startelf anders vorgehen.

Fazit

Der Stuhl von Steffi Jones als Bundestrainerin wackelt nach dem verlorenen Viertelfinalspiel gegen Dänemark bei der diesjährigen Europameisterschaft. Steffi Jones hat einige Fehler gemacht, doch ist das eine Gelegenheit für sie, daraus zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen. Das Team war nicht motiviert genug, doch steht es voll hinter seiner Trainerin.

Foto: By Arne Koehler – Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=226830

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