Zusammen mit dem SV Darmstadt 98 muss auch der FC Ingolstadt nach zwei Saison im Oberhaus des deutschen Fußballs wieder den Gang in die 2. Bundesliga antreten. Angesichts des Umfelds des Clubs, der kaum mal mehr als ein paar Tausend eigene Zuschauer ins Stadion lockte, dürfte man davon beim FCI nicht allzu überrascht sein. Vor dem letzten Spieltag der Saison 2016/17 hat man einen Zuschauerschnitt von gerade mal 14.500 Zuschauern pro Heimspiel - noch weniger als Darmstadt 98. Auch wenn das Geld zur Finanzierung eines Kader, der in der letzten Saison immerhin einen sehr guten 11. Platz in der 1. Bundesliga erreichte, aus anderen Quellen als den Zuschauereinnahmen kommt.
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Das verflixte 2. Jahr als Aufsteiger hat der FC Ingolstadt nicht überstanden

Dass man sich tatsächlich dauerhaft in der 1. Bundesliga etabliert, damit war nicht ernsthaft zu rechnen gewesen. Zumal nachdem Erfolgstrainer Ralph Hasenhüttl vor Beginn der Saison nach Leipzig wechselte. Damit war ein nicht ganz unwichtiger Baustein des Erfolgs verloren gegangen. Zwar hatte man für Hasenhüttl eine enorme Ablösesumme erhalten. Doch Hasenhüttls Nachfolger Markus Kauczinski kam mit dem vorhandenen Kader überhaupt nicht klar. Nach nur 10 Spieltagen und nur 2 Punkten aus diesen 10 Spielen wurde Kauczinski schon wieder gefeuert.

Mit Nachfolger Maik Walpurgis lief es dann zwar spürbar besser. Immerhin bis zum 33. Spieltag waren die Ingolstädter rechnerisch noch nicht abgestiegen. Hätte man etwas eher begonnen, wieder regelmäßig zu punkten, wäre man jetzt wohl noch in der Verlosung um den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga. Der Fußball ist aber – frei nach Jens Lehmann – nun mal kein Spiel des Konjunktivs. Der Abstieg steht fest, in der Saison 2017/18 wird man wieder in der 2. Bundesliga antreten müssen.

Dorthin war man 2008 zum ersten Mal aufgestiegen. Kein Wunder, wurde der Club doch auch erst im Jahr 2004 durch eine Fusion der Fußballabteilungen des MTV Ingolstadt und des ESV Ingolstadt aus der Taufe gehoben. Damals begann man seine neue Existenz in der viertklassigen Bayernliga, die man schon nach 2 Sasison nach oben verließ und bis in die 2. Bundesliga kletterte, aus der man 2007/08 aber als 17. sofort wieder abstieg.

Ebenso gelang dann aber der sofortige Wiederaufstieg. Vier Saisons in Folge kam man nicht über einen zweistelligen Platz in der 2. Bundesliga hinaus, ehe man in der fünften Saison zumindest für Außenstehende plötzlich Meister der 2. Bundesliga wurde – und somit als 54. Mitglied in die Analen der 1. Bundesliga einging. audi-sportpark_ingolstadt_2012-11-11

Was folgt auf den erstmaligen Abstieg?

Die Zeit war schön, auch wenn es im Umfeld nicht zu jener Euphorie führt, wie es bei Mitaufsteiger Darmstadt 98 der Fall war. Mit ansehnlichem Fußball konnten die “Schanzer”, wie sie auch genannt werden, jedenfalls keine neuen Sympathien gewinnen. Eher schon Respekt dafür, mit doch recht beschiedenen finanziellen Mitteln immer mal wieder auch die großen zu ärgern.

Ein gefestigter Erstligist konnte man in diesen knapp 24 Monaten aber nicht werden. Weshalb natürlich nun die große Frage lautet: Wie geht es weiter für den FC Ingolstadt? Droht nun ein Absturz Marke SC Paderborn, der sich im freien Fall befindlich nach nur zwei Jahren von der Zugehörigkeit zur ersten Bundesliga und zwei Abstiegen zu einem Krisenkandidaten erster Güte entwickelt hat? Als wirklich “etablierten” Club kann man den FC Ingolstadt nach gerade mal 13 Jahren Existenz ohnehin kaum bezeichnen. Mit Audi als Anteilseigner (19,94 Prozent der Fußball GmbH gehören dem Investor) in der Hinterhand sollte es aber – anders als beim SC Paderborn, dem zwischenzeitlich auch noch die Insolvenz drohte – vor allem finanziell gesehen eigentlich keine Probleme geben.

Fähiger Trainer ist vorhanden, was wird mit dem Kader?

Gleichwohl weiß man, dass es im Fußball nicht immer am Geld allein liegt. Mag man noch so viel Geld in gute Spieler investieren können – wenn kein Trainer da ist, der das Ganze sinnvoll zusammenfügt, schützen auch vermeintlich große Namen nicht vor einem weiteren Absturz. Doch da scheint man in Person von Trainer Maik Walpurgis, der auch für die 2. Bundesliga gehalten wird, einen guten Griff getan zu haben. Dieser wird sicher nicht von sich aus freiwillig auf einen der 36 Trainerposten in der 1. oder 2. Bundesliga im deutschen Fußball verzichten.

Bliebe vor allem die Frage nach dem Kader, mit dem der FCI in der nächsten Saison an den Start gehen wird. Hier ist natürlich entscheidend, wie viel man vom Gerüst des aktuellen Kaders halten kann. Dieser hat schließlich in der Rückrunde bewiesen, dass er durchaus höheren Ansprüchen genügt. Sofern man sich wieder auf das beschränkt, was man auch in seiner 1. Saison in der 1. Bundesliga demonstriert hat. Konsequentes Verteidigen, mit dem Augenmerk auf eine sehr körperliche Spielweise, um vorhandene Defizite im Spielaufbau zu übertünchen.

Kämpferisches Auftreten wichtig in der neuen Liga

Mit dieser Einstellung sollte man in der 2. Bundesliga sogar eigentlich noch besser klarkommen als so manch anderer Absteiger, den es kalt erwischte, weil er sich nicht rechtzeitig auf die veränderten Bedingungen in der 2. Liga umstellt. Wie eben noch vor Jahresfrist der SC Paderborn, wie aber auch schon viele andere Beispiele wie Fortuna Düsseldorf oder der FC St. Pauli, die von der 1. direkt in die 3. Liga durchgereicht wurden.

Keine “natürlichen Favoriten” in der 2. Bundesliga

Einen weiteren Vorteil werden die Ingolstädter in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga wohl ebenfalls nutzen können, um ein Szenario wie das der Paderborner zu verhindern. Weder existiert im Teilnehmerfeld dieser Liga zur Zeit ein Emporkömmling wie RB Leipzig, der mit viel mehr Geld als die Konkurrenz den Weg in die 1. Bundesliga sucht. Noch sind allzu viele alteingesessene Erstligisten in der 2. Bundesliga vertreten. Sprich: Sollten der VfB Stuttgart und Hannover 96 tatsächlich direkt aufsteigen, wäre das erstmals seit langer Zeit eine Saison ohne klaren Aufstiegsfavoriten in der 2. Bundesliga. Weshalb man den FC Ingolstadt unter Vorbehalt sogar zu jenen Teams zählen könnte, die oben mitspielen. Am Ende steht und fällt aber alles mit der Kaderzusammenstellung für die kommende Saison. Foto: Von Markus Unger from Vienna, Austria – 2012-11-11_Ingolstadt1Uploaded by Flickrworker, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=29170396

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