Es war das insgesamt 100. Europapokalspiel in der Trainerkarriere von Pep Guardiola und sie führte zu der wohl bittersten Niederlage überhaupt. Denn noch nie zuvor war der Katalane mit einer seiner Mannschaften in der Champions League in der 1. K.O.-Runde gescheitert. Doch mit Manchester City brachte er es nicht fertig, den 5:3 Vorsprung aus dem Hinspiel gegen die AS Monaco in ein Weiterkommen ins Viertelfinale umzumünzen, sondern verlor in Monaco mit 1:3. Die englische Presse, bekannt für ihre Sensationslust und derben Forderungen, hat den Schuldigen für diese Misere natürlich längst ausgemacht: Der Trainer ist Schuld. Schon gibt es die ersten Abgesänge auf den Ex-Trainer des FC Barcelona und des FC Bayern München. Doch was ist dran? Müssen wir uns in Kürze auf einen neuen Trainer bei den Citizens einstellen? Oder bleibt Guardiola im Amt?
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Druck von außen

Manchester City hatte mit der Verpflichtung von Pep Guardiola natürlich ganz bestimmte Hoffnungen verknüpft: Denn eigentlich sollte die Meisterschaft sowie die Champions League anvisiert werden. Doch aus beiden Zielen wird nun nichts, in der Champions League ist die Mannschaft glanzlos ausgeschieden und in der Premier League belegt Manchester City mit 56 Punkten nur Rang drei mit einem Rückstand von zehn Punkten auf den FC Chelsea. Die einzige Hoffnung auf einen Titel besteht jetzt noch im FA-Cup – hier erreichten die Citizens zumindest das Halbfinale, am 22. April geht es in diesem Rahmen zum FC Arsenal. Das Spiel in Monaco war unrühmlich und endete mit einer vollkommen unnötigen Niederlage. Fast alle Experten haben am Ende dem Trainer die Schuld in die Schuhe geschoben. Guardiola selbst sagte nach dem Spiel einigermaßen gefasst: „Du kannst verlieren, aber in der ersten Halbzeit waren wir nicht da. Wir haben darüber gesprochen, selbstbewusst aufzutreten, Druck zu machen und sie nicht nachdenken zu lassen. Aber sie konnten passen, passen, passen…“ Ottmar Hitzfeld, TV-Experte beim Bezahlsender Sky, ließ kein gutes Haar an dem Katalanen: „Ich weiß nicht, wie die Offensivspieler alle ihre Zweikämpfe gewinnen können. Pep hätte einen Defensiven mehr spielen lassen können, damit man auch einen hat, der abräumt, Zeichen setzt und andere mitreißt. Stattdessen stellte er eine sehr offensive Mannschaft auf, die sehr fragil und anfällig ist.“ Auch Guardiola hat wohl eingesehen, dass er sich „vercoacht“ hat: „Wir haben vergessen, was wir normalerweise tun. Und natürlich ist es mein Fehler, weil ich nicht in der Lage war, sie zu überzeugen. Eigentlich haben wir es immer geschafft, auch in schwierigen Situationen, aber diesmal habe ich sie nicht überzeugt. In der zweiten Hälfte, ja, aber da war es zu spät.“ pep_guardiola_2015

Die Presse in England vernichtet den Spanier

Die englische Presselandschaft ist nicht für ihr Einfühlungsvermögen bekannt. Daher sollten die Nebengeräusche bei den Kommentaren der Medien auch nicht zu hoch bewertet werden. Dennoch vermitteln die Pressestimmen einen guten Eindruck von der Stimmung im Land:

  • Guardian: „Alles, wovor Manchester City vor dem Spiel Angst hatte, ist wahr geworden. Ein ernüchternder Abend, die Hoffnung flammte nur kurz auf. Die Niederlage zeigte deutlich das Ergebnis einer Prüfung, welchen Fortschritt das Team unter Pep Guardiola in dieser Saison gemacht hat – falls es überhaupt einen gemacht hat.“
  • The Sun: „Pep quiekt! Guardiolas Team scheitert aufgrund der Auswärtstore nach einem erneuten Defensivkollaps. Das späte Tor von Leroy Sane reicht nicht – Kylin Mbappe, Fabinho und Tiemoue Bakayoko werfen City aus Europa.“
  • Mirror: „Peps Defensive lässt den Starcoach wie einen Anfänger aussehen. Agüeros vergebene Chancen werden teuer für Manchester City. Leroy Sanes spätes Tor gibt City Hoffnung, aber Tiemoue Bakayoko schlägt am Ende dramatisch zurück.“
  • Manchester Evening News: „Pep Guardiola warnte ManCity – aber seine schlimmsten Ängste wurden in Monaco wahr. Der Manager von Manchester City sagte ausführlich, was sein Team in Monaco nicht tun darf und sie gingen auf den Platz, um genau das zu tun.“

Nicht überbewerten: Noch ist von Rauswurf oder Rücktritt keine Rede

Bei Manchester City scheint der Haussegen aber trotz der Misserfolge in der laufenden Saison noch nicht schief zu hängen. Der Job des Katalanen scheint sicher, von Seiten der Offiziellen gab es noch keine laute Kritik am Trainer. Selbst die meisten Wettanbieter scheuen sich derzeit, entsprechende Wetten und Quoten bekannt zu geben. Lediglich Betvictor führt den Namen Pep Guardiola an einer Stelle auf: Der Buchmacher stellt die Frage, welcher Premier League Trainer als nächstes sein Amt niederlegen wird. Guardiola rangiert in dieser Rangliste sehr weit hinten, noch hinter Slaven Bilic oder auch Arsène Wenger. Hier die Liste mit den zwölf ersten Kandidaten:

  • David Moyes (AFC Sunderland): 3,00
  • Arsène Wenger (FC Arsenal): 5,00
  • Walter Mazzarri (FC Watford): 11,00
  • Marco Silva (Hull City): 11,00
  • Slaven Bilic (West Ham United): 15,00
  • Sam Allardyce (Crystal Palace): 15,00
  • Tony Pulis (West Bromwich Albion): 15,00
  • Paul Clement (Swansea City): 17,00
  • Craig Shakespeare (Leicester City): 17,00
  • Eddie Howe (AFC Bournemouth): 26,00
  • Pep Guardiola (Manchester City): 35,00

Wie wir also unschwer erkennen können, glauben selbst die Buchmacher nicht daran, dass Guardiola in den nächsten Wochen einen neuen Job brauchen wird. Es bestätigt sich damit mal wieder, dass Hunde die bellen, selten beißen. Das gilt auch für die bissige englische Presse.

Die bisherigen Erfolge von Pep Guardiola

Pep Guardiola gilt gemeinhin als einer der besten Fußballtrainer weltweit. Schon als Spiele konnte er eine ganze Menge erreichen, was er bereits in seiner Laufbahn als Trainer leisten konnte, ist ebenfalls vorzeigbar:

  • Champions League Sieger: 2009, 2011
  • Spanischer Meister: 2009, 2010, 2011
  • Spanischer Pokalsieger: 2009, 2012
  • Deutscher Meister: 2013, 2015, 2016
  • Deutscher Pokalsieger: 2013, 2016
  • Fifa Klub Weltmeister: 2010, 2012, 2014

Foto:wikimedia/Богдан Заяц/wikimediaRufus46/

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