Der SV Werder Bremen hat einen großartigen Lauf. Die Norddeutschen, in der Hinrunde noch als „Schießbude von der Weser“ verschrien, sind derzeit das drittbeste Team der Rückrunde, kann auf neun ungeschlagene Spiele in Folge zurückblicken, darunter sieben Siege und ein Derbyerfolg gegen den Hamburger SV. Plötzlich wird aus dem Abstiegskandidaten der Traum von Europa wieder Wirklichkeit - zumindest statistisch gesehen. Und theoretisch. Sehr theoretisch eigentlich. Doch wir wollen uns die Sache etwas genauer anschauen.
Hier bekommst du einen hervorragenden Wettbonus
Bet at Home

Bet at Home

50% bis zu 100€

William Hill

William Hill

100% bis zu 100€

X-Tip Sportwetten

X-Tip Sportwetten

100% bis zu 100€

Interwetten

Interwetten

100% bis zu 110€

Die momentane Serie des SV Werder Bremen

Ja, es ist durchaus beeindrucken. Wie in besten Zeiten steht der SV Werder Bremen jetzt da, dümpelte die gesamte Hinrunde in der Abstiegszone herum und holte sich eine Klatsche nach der anderen ab. Wären Mannschaften wie Darmstadt, Ingolstadt oder der HSV zu diesem Zeitpunkt nicht bereits wesentlich schlechter unterwegs, Bremen wäre sicherlich auch mal Schlusslicht gewesen. Und auch die Rückrunde begann zunächst nicht sonderlich vielversprechend. Niederlagen gegen Dortmund, Bayern, Augsburg und Mönchengladbach brachten Coach Alexander Nouri an den Rand der Entlassung. Doch plötzlich platzte der Knoten. Mit den beiden Auswärtserfolgen in Mainz und Wolfsburg begann die bis jetzt anhaltende Serie und nur gegen Leverkusen und gegen Frankfurt gab es ein Remis – alle anderen Spiele konnten gewonnen werden. Darunter auch beeindruckende Ergebnisse wie ein 3:0 gegen Leipzig, ein 3:0 gegen den FC Schalke 04 und natürlich auch das 5:2 beim direkten Konkurrenten Freiburg. Dass die Breisgauer in direkter Konkurrenz stehen könnten, war damals allerdings noch nicht klar. Erst seit dem mit 2:1 gewonnenen Derby gegen den Hamburger SV wird das Wort „Europapokal“ in Bremen wieder in den Mund genommen. Kein Wunder, bei der momentanen Tabellensituation:

  • 5. Hertha BSC (43 Punkte)
  • 6. SC Freiburg (41 Punkte)
  • 7. 1. FC Köln (40 Punkte)
  • 8. SV Werder Bremen (39 Punkte)
  • 9. Borussia Mönchengladbach (39 Punkte)
  • 10. Eintracht Frankfurt (38 Punkte)

bremen-gegen-ksc

Die Mannschaften rücken näher zusammen

Dass es der SV Werder Bremen soweit bringen konnte, hat auch mit der Gesamtsituation in der Tabelle zu tun. Vom fünften bis runter zum 16. Tabellenplatz beträgt der Unterschied gerade einmal elf Punkte, was nicht sonderlich viel ist. Ingolstadt und Darmstadt sind auf den letzten beiden Tabellenplätzen schon relativ weit abgeschlagen, vor allem die Lilien scheinen mit dem Abstieg bereits durch zu sein, trotz des ermutigenden Ergebnisses gegen am vergangenen Sonntag gegen den FC Schalke 04. Es kann sich also auch ebenso gut auf den letzten Metern der Saison noch alles wieder ändern, Hertha und Köln ihre schlechte Form ad acta legen und schon wären die Träume der Bremer wieder Vergangenheit.

Wie wäre eine Qualifikation möglich

Die Lage wäre wohl am eindeutigsten, wenn Werder nach 34 Spieltagen auf dem fünften Tabellenplatz stehen würde – der ganz große Sprung. Damit wäre sicher, dass sich Bremen für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert hätte. Reicht es nur für Platz sechs, geht es in die dritte Runde der Qualifikation. Rang sieben berechtigt zur Teilnahme an der Europa-League-Quali, wenn ein Verein den DFB-Pokal gewinnt, der bereits für einen internationalen Wettbewerb qualifiziert ist. Dann wäre auch der Tabellensechste für die Gruppenphase gesetzt.

Ist der Kader für Europa bereit?

Der SV Werder Bremen hat eine ganze Reihe an Spielern im Kader, die bereits internationale Erfahrung vorweisen können, was für eine Mannschaft, die vor einigen Wochen noch als Abstiegskandidat galt, keine Selbstverständlichkeit sein dürfte. Folgende Spieler haben bereits Europapokalerfahrungen (in Klammern die Zahl der Einsätze) :

  • Lamine Sané (23)
  • Niklas Moisander (39)
  • Santiago Garcia (3)
  • Thomas Delaney (31)
  • Zlatko Junuzovic (15)
  • Florian Kainz (14)
  • Philipp Bargfrede (12)
  • Max Kruse (16)
  • Aron Johannsson (14)
  • Serge Gnabry (3)

Somit ist genug internationales Knowhow vorhanden, auch wenn Claudio Pizarro (104 Einsätze) und Clemens Fritz (52) ab der kommenden Saison nicht mehr dabei sein sollten. Die Mannschaft scheint also für das Abenteuer Europa League gewappnet. Doch halt – da fehlt doch noch was? Genau: Zunächst muss das Team den Klassenerhalt sicherstellen. Kurios: Erst durch einen Sieg am kommenden Wochenende gegen in Ingolstadt wäre dieser perfekt.

Moisander: Das Ziel ist klar

Niklas Moisander gehört zu den Spielern, die bereits über einschlägige Erfahrungen im europäischen Wettbewerb verfügen. Sowohl mit Alkmaar als auch mit Ajax war der Finne schon im internationalen Geschäft, 20-mal Champions League und 25-mal Europa League stehen in seinem Spielerpass. Gegenüber dem „kicker“ sagte er: „Unser Selbstvertrauen ist nun sehr groß“ und betonte seinen „Wunsch, mit Werder nach Europa zurückzukehren. Ja, das würde ich lieben. Ich glaube unser Team ist stark genug.“ Allenfalls in der Breite könnte das Aufgebot gestärkt werden, „damit wir mehr Optionen haben.“ Das Restprogramm beurteilt aber auch der Routinier als „hart“. Kein Wunder, schauen wir uns die Gegner in dieser Saison der Reihe nach an:

Allesamt Mannschaften, die selbst viel zu verlieren haben, sollten sie gegen Bremen nicht erfolgreich sein. Bei Ingolstadt geht es um den Klassenerhalt, Hertha und Köln sind um die Europa League Plätze direkte Konkurrenten und Hoffenheim und Dortmund spielen um die UEFA Champions League Teilnahme. Es steht also allen Beteiligten noch ein heißer Tanz bevor. thomas-delaney

Europa League im Bereich des Möglichen

Sicherlich ist die Teilnahme an der Europa League auch für den SV Werder Bremen zu schaffen. Allerdings sollten wir dabei nicht das Restprogramm vergessen, das in dieser Saison noch vor den Bremern liegt. Vor allem die letzten beiden Spiele werden es in sich haben. Gegen Dortmund haben die Hanseaten ihr Hinspiel im vergangenen Jahr mit 1:6 verloren. Foto:(C)wettbuero.de

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *